Entgegen allgemeiner Trends bei Zeitungs-Abos im Internet kann sich die renommierte Tageszeitung „New York Times“ innerhalb kürzester Zeit über tausende neue Online-Kunden freuen. Das Medienunternehmen bietet im Moment eine Webseite und entsprechenden Mini-Applikationen (Apps) für den mobilen Einsatz an. Das günstigste Angebot kostet im Moment ca. 15 Dollar, das teuerste 35 Dollar, wobei sich die Kosten für ein Abo nach dem jeweiligen Endgerät der Benutzer richten.
Ein möglicher Grund für die unerwartet gute Resonanz auf das Online-Angebot könnte die rasche Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs sein. Mit diesen Geräten ist man praktisch immer und überall online und die zahlreichen Apps machen beispielsweise die Verteilung von Nachrichten einfacher als je zuvor.
Die Vermarktungsstrategie der „New York Times“ hat sich bewährt. Seit geraumer Zeit können im Online-Auftritt der Zeitung nicht mehr alle Inhalte kostenfrei angezeigt werden. Ohne ein vorheriges Login bzw. den Abschluss eines Abos kann der Nutzer lediglich noch 20 Artikel lesen. Durch die groß angelegten Werbeaktionen für die Internet-Abonnements konnte sogar noch ein positiver Nebeneffekt erzielt werden. So stiegen die Verkaufszahlen der gedruckten Version der „New York Times“ ebenfalls an.
Obwohl man bei den Werbeeinnahmen im Internet-Sektor einen Anstieg verzeichnen konnte, musste ein Defizit bei den Gesamteinkünften aus der Werbung festgestellt werden, so dass nur durch drastische Einsparungen größere Kapitalverluste im Konzern vermieden werden konnten.